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"Dank" Corona - Wiedersehen nach 70 Jahren

"Dank" Corona - Wiedersehen nach 70 Jahren

06.04.2020
Zwei ältere Damen liegen auf der Station der Infektiologie in der Innsbrucker Klinik nebeneinander und unterhalten sich. Sie entdecken Gemeinsamkeiten und auf einmal erinnern sie sich. Vor 70 Jahren sind sie schon einmal Bettnachbarinnen gewesen. Auch in der Klinik, im gleichen Gebäude, im gleichen Zimmer.

Es klingt fast zu unglaublich um wahr zu sein, aber als Beweis haben beide ihre Version der Geschichte noch in der Klinik niedergeschrieben. Getrennt voneinander wie sie betonen.

Es war ziemlich genau vor 70 Jahren, als Ilse und Brunhilde bei einem Ausflug und beim Heimweg von der Schule ähnliche Symptome verspürten. Erbrechen, Fieber, Schmerzen. Beide suchten getrennt voneinander mit ihren Müttern den damaligen Kinderarzt in Absam auf. Diagnose bei beiden: Verdacht auf Kinderlähmung und sofortige Überweisung in die Kinderklinik nach Innsbruck. Beide erinnern sich noch lebhaft an die schmerzliche Prozedur der Rückenmarkspunktion und den Schlafsaal mit vielen Kindern. Die beiden Mädchen waren sich gleich sympathisch. Eine durfte allerdings bald nach Hause, die andere musste noch bleiben.

Die Augen sind mir bekannt vorgekommen

70 Jahre sind seither vergangen und es waren Ilses Augen, die Brunhilde gleich bekannt vorgekommen sind. Die beiden Damen kommen ins Reden und können es nicht fassen. Wieder hat eine weit verbreitete Krankheit die beiden nebeneinander ins gleiche Krankenhaus gebracht. Sogar ins gleiche Zimmer, sind sich beide einige. Und wieder durfte eine der beiden früher nach Hause, aber auch die zweite konnte inzwischen entlassen werden. Beide haben die Corona-Infektion gut überstanden. Die Absamer Mutter Gottes habe ihnen beiden wieder geholfen, sind sie überzeugt. „Maria breit den Mantel aus…", schreiben beide in ihren Geschichten.

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