Wir geben unser Bestes!

Fragen zum Coronavirus

Derzeit bitten wir alle werdenden Mütter, bei Geburtsbeginn (beginnende Wehentätigkeit, vorzeitiger Blasensprung.  oder Unklarheiten) im Kreißsaal unter der Nr.: 050504/36370 zu jeder Tages- und Nachtzeit anzurufen, um mit der Hebamme über das weitere Procedere Rücksprache zu halten.

Wir bitten um Verständnis, dass die Begleitperson  (Mann/Partner) erst ab muttermundswirksame Wehen in den Kreißsaal kommen kann. (Kontaktpersonenminimierung)

Die Verbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen sorgen bei vielen schwangeren Frauen und ihren Familien derzeit für Verunsicherung. Deshalb ist es uns wichtig, Ihnen Antworten auf Ihre Fragen zu geben.

Vor der Geburt

Geburt

Nach der Geburt

 

VOR DER GEBURT

Was kann ich tun, um mein Risiko, am Coronavirus zu erkranken, zu verringern?

Die effektivste Methode, sich nicht mit dem Virus zu infizieren ist: zu Hause bleiben! So vermeiden Sie Kontakt mit möglicherweise infizierten Personen. Sollten Sie dennoch das Haus verlassen müssen (z.B. für einen Arztbesuch) dann achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hände regelmäßig und lange (mind. 20sec.) waschen. Vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit allen Personen, auch der Familie, wenn diese Symptome einer Erkältungskrankheit oder Fieber aufweisen. Ebenso ist es empfehlenswert die allgemeinen Richtlinien zur Verminderung von Sozialkontakten („social distancing“) einzuhalten. Dies bedeutet auch einen Abstand von einem Meter zur nächsten Person einzuhalten, insbesondere natürlich in Supermärkten, Apotheken etc.

Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie das Infektionsrisiko am besten reduzieren können:

https://www.gesundheit.gv.at/aktuelles/coronavirus

Bin ich als Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter als andere Frauen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es  keinen Hinweis, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Es wird erwartet, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome (Husten, Fieber, Gliederschmerzen u.a.), ähnlich einer Erkältung beziehungsweise Grippe aufweist. Schwerwiegendere Symptome wie Lungenentzündung scheinen bei älteren Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Langzeiterkrankungen häufiger zu sein. Wenn eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Herz- oder Lungenerkrankung vorliegt, können Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt besprechen.

Wie erkenne ich eine COVID-19 Erkrankung?

Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Wenn Sie sich krank fühlen, wenden Sie sich telefonisch an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt oder Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Durch diese/n werden Sie über alle weiteren Maßnahmen aufgeklärt. Rund um die Uhr stehen Ihnen folgende Hotlines zur Verfügung:

  • 1450 bei Verdacht auf Erkrankung
  • 0800 555 621 für allgemeine Informationen

Was soll ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sollten Sie sich telefonisch an Ihre/n Frauenärztin/-arzt wenden, um auf Ihre Diagnose aufmerksam zu machen. Wenn Sie keine oder leichte Symptome haben und keine Risikofaktoren für Komplikationen bei Ihnen oder weiteren Personen im Haushalt vorliegen (z. B. relevante chronische Grunderkrankungen), können Sie sich unter Betreuung durch einen behandelnden Arzt zu Hause zu erholen. Wenn Sie schwerere Symptome haben, werden Sie möglicherweise in einem Krankenhaus behandelt. Hierbei ist es unbedingt erforderlich zunächst mit Ihrem nächstgelegenen Krankenhaus telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby, wenn bei mir eine Infektion diagnostiziert wird?

Da es sich um ein neues Virus handelt, liegen erst wenige wissenschaftliche Daten vor. Es gibt jedoch keine Berichte darüber, dass Frauen, bei denen im dritten Schwangerschaftstrimester eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wurde, das Virus im Mutterleib an ihre Babys weitergegeben haben. Es gibt ebenso keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Es wird derzeit als unwahrscheinlich angesehen, dass das Virus beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen führt. Die Datenbasis ist hier sehr gering; Bei 20 Fällen wurde bei den Neugeborenen kein Virus nachgewiesen. Alle Infektionen sind im letzten Schwangerschaftsdrittel erfolgt.

Wann sollten Sie isoliert werden und was bedeutet Isolierung?

Eine Isolation wird empfohlen, wenn:

  • Sie mit jemanden in Kontakt gekommen sind, der an einer Coronavirusinfektion leidet;
  • Sie ein bestimmtes Gebiet oder Land besucht haben, in denen COVID-19 Fälle vorkommen oder das als Risikogebiet ausgewiesen wurde;
  • Sie Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen und darauf warten, getestet zu werden oder das Ergebnis noch ausständig ist;
  • Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Ihnen empfohlen wurde, sich zu Hause zu erholen.

Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus:

Nach aktuellem Wissensstand ist eine Entisolierung zu Hause bzw. Entlassung aus der Klinik frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und Erfüllung aller folgender Kriterien vertretbar:

  • Fieberfreiheit seit min. 48 Stunden
  • Symptomfreiheit seit min. 24 Stunden bezogen auf die akute COVID-19 Erkrankung
  • sowie
  • Zwei negative SARS-CoV-2-PCR Untersuchungen im Abstand von 24 Stunden und gewonnen aus Mund-Rachen-Abstrichen.

Schwangere, denen geraten wurde, sich selbst zu isolieren, sollten im Haus bleiben und 14 Tage lang den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden.

Konkret bedeutet das:

  • Nicht zur Schule oder zur Arbeit oder in öffentliche Bereiche zu gehen;
  • Keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – bleiben Sie zu Hause und erlauben Sie keine Besuche;
  • Lüften Sie die Räume, in denen Sie sich befinden;
  • Trennen Sie sich so weit wie möglich von anderen Personen im Haushalt, indem Sie ihre eigenen Handtücher, Geschirr und Utensilien verwenden und zu unterschiedlichen Zeiten essen;
  • Bitten Sie Freunde und Familie oder nutzen Sie Lieferservices, um Besorgungen für Sie zu erledigen. Die Übergabe sollte dann ohne direkten Kontakt erfolgen.

Was passiert, wenn ich während meiner Selbstisolationsphase Wehen bekomme oder ich mich unwohl fühle und mir Sorgen um mein Baby mache?

Wenn Sie Wehen bekommen, sollten Sie Ihre Entbindungsstation telefonisch um Rat fragen und sie darüber informieren, dass eine Coronavirus-Infektion vermutet oder bestätigt wurde. Ihr Geburtsteam wird Sie über Möglichkeiten beraten.

Zu Beginn Ihrer Isolation sollten ihre ambulant betreuende Ärztin/ihr Arzt und das zuständige Gesundheitsamt gemeinsam mit Ihnen und ggf. Ihrer Betreuungsperson das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreichbarkeiten eintretenden Zustandsverschlechterung im Vorhinein festlegen. Das Vorgehen sollte sowohl die Festlegung des eventuell zuständigen Krankenhauses, die mitzuführenden Unterlagen, als auch das geeignete Transportmittel dorthin umfassen. Schwangeren wird empfohlen, keine allgemeinen Sprechstunden oder Kliniken zu besuchen, es sei denn, sie benötigen dringend eine medizinische Versorgung.

Wenn Sie während Ihrer Selbstisolationsphase Bedenken hinsichtlich des Wohlbefindens Ihrer selbst oder Ihres ungeborenen Kindes haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Wenn dort die Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen wird, werden schwangere Frauen gebeten, mit privaten Verkehrsmitteln zu reisen oder einen Krankenhaustransport zu arrangieren und vor dem Betreten des Krankenhauses die Klinik telefonisch zu benachrichtigen.

Kann ich trotzdem an meinen vorgeburtlichen Terminen teilnehmen, wenn ich mich selbst isoliert habe?

Sie sollten sich telefonisch an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt wenden, um sie/ihn darüber zu informieren, dass Sie sich derzeit in Selbstisolierung für eine mögliche beziehungsweise bestätigte Coronavirus-Infektion befinden. Es ist wahrscheinlich, dass routinemäßige vorgeburtliche Termine ohne Schaden für Sie oder Ihr Kind verschoben werden können, bis die Isolation endet. Einige Dinge können auch telefonisch geklärt werden. Wenn Ihre Hebamme oder Ihr Arzt Sie darauf hinweist, dass Ihr Termin nicht warten kann, werden die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit Sie den Termin wahrnehmen können und fachgerecht betreut werden.

 

GEBURT

Wirkt sich eine vermutete oder bestätigte Infektion mit COVID-19 auf die Geburt aus?

Als Vorsichtsmaßnahme wird schwangeren Frauen mit Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion bei Wehen empfohlen, zur Geburt ein Krankenhaus aufzusuchen, in der das Baby kontinuierlich elektronisch überwacht und der Sauerstoffgehalt gut überprüft werden kann. Die kontinuierliche Überwachung des Ungeborenen dient dazu, zu beurteilen wie Ihr Baby auf Wehen reagiert. Grundsätzlich ist unbedingt das Ihnen nächstgelegene Krankenhaus nach vorheriger telefonischer Ankündigung aufzusuchen.

Nach aktuellem Wissen ist eine normale Geburt sicher. Zum Eigenschutz wird die betreuende Hebamme und der Arzt/ die Ärztin eine entsprechende Schutzkleidung tragen. Frauen mit nachgewiesener Covid-19 Infektion (oder Verdacht) sowie ihr Partner müssen während der Geburt einen speziellen Mundschutz sowie Handschuhe tragen. Sollte aus unterschiedlichen Gründen ein Kaiserschnitt nötig sein, so kann dieser zu jeder Tages- – und Nachtzeit – und entsprechender Schutzausrüstung der beteiligten Personen (Hebamme, GeburtshelferIn, AnästhesistIn, Krankenpflege) – durchgeführt werden. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass Frauen mit Verdacht auf oder mit bestätigter Coronavirus-Infektion keine PDA haben können. Die Verwendung von Lachgas als Schmerzlinderung kann jedoch die Ausbreitung des Virus erhöhen – davon wird daher ausdrücklich abgeraten.

 

NACH DER GEBURT

Wird mein Baby auf das Coronavirus getestet?

Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Babys ein Coronavirus bei Ihnen vermutet oder bestätigt wurde, wird Ihr Baby direkt nach der Geburt auf das Coronavirus getestet.

Kann ich mein Baby stillen?

Ja. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Daher wird davon ausgegangen, dass die anerkannten Vorteile des Stillens die potenziellen Risiken einer Übertragung des Coronavirus überwiegen. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Wenn Sie Ihr Baby stillen möchten, empfehlen wir die folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Waschen Sie Ihre Hände ausreichend lang, bevor Sie Ihr Baby, die Milchpumpe oder die Flasche berühren;
  • Tragen Sie eine Gesichtsmaske zum Füttern an der Brust;
  • Befolgen Sie nach jedem Gebrauch die Empfehlungen zur Pumpenreinigung;
  • Wenn Sie Ihr Baby mit Milchnahrung oder Milch füttern möchten, wird empfohlen, die Sterilisationsrichtlinien strikt einzuhalten;
  • Wenn Sie im Krankenhaus Muttermilch abpumpen, sollte eine spezielle Pumpe verwendet werden.

Ist eine Mutter nicht in der Lage, ihr Kind zu stillen, kann die Muttermilch auch abgepumpt werden und über eine weitere Person an den Säugling verfüttert werden. Auch hierbei sollte auf die Hygiene geachtet und Pumpe sowie Fläschchen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.

Darf mich und mein Baby jemand im Krankenhaus besuchen?

Ja. Um die Verbreitung des Virus zu minimieren, ist derzeit nur eingeschränkter Besuch möglich. Väter und Geschwisterkinder dürfen täglich von 13.00 bis 16.00 zu Besuch kommen. Wenn medizinisch nichts dagegenspricht, dürfen Sie das Krankenhaus möglichst bald verlassen, um die Zeit zu Hause mit Ihrer Familie zu genießen.