COVID-19 Kinderstudie

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Aktuell 

Corona-Lockerungen: Wie gut erholt sich die Kinderpsyche?

Die Corona-Pandemie ist kein Kinderspiel. Wiederholte Lockdowns haben den Drei- bis Zwölfjährigen zugesetzt, zum Teil mit alarmierenden Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Wie geht es den Kindern in Tirol und Südtirol jetzt? Haben sich ihr seelisches Wohlbefinden und ihre Lebensqualität mit den ersten Lockerungsschritten, der Wiederöffnung von Kindergärten und Schulen verbessert?

„Wir gehen von emotionalen Wellenbewegungen auf die psychische Gesundheit der Kinder aus. Sie würden uns sehr helfen, auch bei zunehmenden Lockerungen, die Entwicklung der psychischen Gesundheit der Kinder weiterzuverfolgen und Schlüsse ableiten zu können. Deshalb würden wir uns über eine Teilnahme bei unserer Online-Befragung sehr freuen“, so Kathrin Sevecke, Klinikdirektorin und Studienleiterin.

Zum Online-Fragebogen: https://kidscreen.ches.pro

Details zur Befragung:

Umfragezeitraum: 10. Juni bis 31. Juli 2021; Dauer: ca. 20 Minuten
Teilnehmer*innen gesucht! Alle Kinder (8 bis 12 Jahre, kindgerechter Fragebogen) und Eltern von Kindern (3 bis 12 Jahre) in Nord- und Südtirol sind eingeladen.
Ergebnisse, Empfehlungen und Hilfsangebote werden im Anschluss an die Befragung eingeblendet.

Zur Videobotschaft von Kathrin Sevecke, Klinikdirektorin und Studienleiterin: https://www.youtube.com/watch?v=1fpk0uFdo6U

 

 

Erste Ergebnisse der COVID-19 Kinderstudie, Teil 1

Erhebung 1: Frühling/Sommer 2020

An der ersten Befragung im Sommer 2020 haben 438 Eltern von 3- bis 12-Jährigen aus den Nord- und Südtiroler Corona-Hotspots teilgenommen. Zusätzlich schätzten sich 220 Kinder (ab dem 8. Lebensjahr) selbst ein. Es zeigte sich die Einschränkung der Lebensqualität und das Bedrohungserleben der Kinder. Nach dem Ende der Quarantäne im Sommer 2020 zeigte sich, dass der Verlust der Lebensqualität zu 80% durch fehlende soziale Kontakte bedingt war.

Mädchen (62%) gaben ein stärkeres Bedrohungserleben (z.B. Warst du besorgt, dass ein Familienmitglied krank werden könnte?) durch COVID-19 an als Buben (52%). Eltern schätzten das Bedrohungserleben ihrer Töchter (40%) viel geringer ein als die Töchter selbst (62%), während sie ihre Söhne (47%) ziemlich korrekt einschätzten (Söhne: 52%). Dasselbe gilt für die Lebensqualität: Mütter schätzten die Lebensqualität ihrer Töchter viel höher ein als die ihrer Söhne – dies während der Quarantäne und 3 Monate danach.

Laut Auskunft der Eltern zeigten die Buben im Volksschulalter mehr aggressives Verhalten und Aufmerksamkeitsprobleme als die Mädchen. Mädchen entwickelten hingegen eher Traumasymptome als Buben, wenn sie sich Sorgen machten.

Die Medien haben berichtet:

Erhebung 2: Herbst/Winter 2021

An der zweiten Befragung im Dezember und Jänner haben 703 Eltern und 224 Kinder aus Nord- und Südtirol teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder im Vergleich zum ersten Lockdown deutlich mehr belastet sind. Nach Selbstauskunft der Kinder sind die Traumasymptome um rund 60 Prozent gestiegen. Zirka 15 Prozent der Kinder, im März 2020 waren es noch 3 Prozent, zeigen Symptome, die auch klinisch relevant sind. Dies deckt sich auch mit der Sicht der Eltern. Ebenfalls gestiegen sind Angst und Aufmerksamkeitsprobleme. Nach Sicht der Eltern haben sich die somatischen Beschwerden der Kinder, also beispielsweise Bauchweh oder Schlafstörungen, mehr als verdoppelt. Den Kindern fehlt insbesondere der soziale Kontakt. Dies zeigt sich auch bei der Einschätzung der Lebensqualität, die im Vergleich zum Lockdown im März 2020 unverändert geblieben ist – in erster Linie weil die sozialen Kontakte fehlen.

Die Medien haben berichtet:

 

Wichtige Informationen

Was ist Corona-Virus überhaupt?

Tipps um Kinder in turbulenten Zeiten zu stärken

Medienresonanz

Beratung

Die ganze Situation rund um Corona kann ganz unterschiedliche Gefühle auslösen: Angst, Sorge, Traurigkeit, Wut, Hilflosigkeit – und manchmal alles auf einmal. Gerne bieten wir unseren Studienteilnehmer*innen – Kindern und Eltern – folgende Unterstützung an:

Ansprechperson für Kinder 



Ansprechperson für Eltern/Bezugspersonen

 

Die Corona-Krise stellt für viele Menschen eine psychische Herausforderung dar. Vor allem sind auch Kinder und Jugendliche hiervon nicht ausgenommen, da sie in mehreren Lebensbereichen (Freundschaften, Schule, Aktivitäten, etc.) eingeschränkt sind.

Wir bieten eine kostenlose Beratung für

  • Kinder und Jugendliche
  • sowie deren Eltern/ wichtige Bezugspersonen an.

Wenn du dich bei uns meldest, kannst du anonym bleiben! Du musst nicht sagen, wie du heißt oder wo du wohnst.

Unser Kontakt: 
 

    Telefonberatung   

Du erreichst uns unter der Nummer 0043 (0)676 871633800.
Gerne auch per SMS oder Whatsapp!
 

   Onlineberatung      

Du schreibst lieber, als zu reden? Schick uns deine Anfrage per E-Mail an: hall.kjp.seelische-gesundheit@tirol-kliniken.at
 

Wir wissen, dass es manchmal nicht so einfach ist, über Herausforderungen während der Corona-Zeit zu sprechen. Wir können dich jedenfalls durch Fragen dabei unterstützen, dein Anliegen mit uns zu besprechen.

Wir antworten dir innerhalb der folgenden Zeiten:

Kinder: Montag 13:00-15:30 und Donnerstag: 9:00-12:00 Uhr
Eltern: Dienstag 12:30-15:00 und Donnerstag: 9:00-12:00 Uhr

Die COVID-19 Kinderstudie ist eine Kooperation der tirol kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck und wird vom Land Tirol gefördert


 

               
 

Projektteam: Kathrin Sevecke, Silvia Exenberger, Christina Taferner, Anna Wenter