Beschaffung und Abfall

Beschaffung und Abfall

Nachhaltige Beschaffung und ein sorgsamer Gebrauch von Produkten bedeutet Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Umwelt und Gesellschaft.

In den tirol kliniken liegen die jährlichen Ausgaben für Sachgüter und Dienstleistungen bei rund 230 Millionen Euro, das ist ca. ein Drittel des Gesamtbudgets. Für die Beschaffung von Medizinprodukten und nicht-medizinischen Ge- und Verbrauchsgütern ist ein zentraler Einkaufsverbund zuständig. Umweltfreundliche Produkte und Leistungen haben je nach Technikstand und Marktangebot Vorzug, das sagen unsere AGB. Doch rechtliche Vorschriften und undurchsichtige Lieferketten stellen eine große Herausforderung für Nachhaltigkeit in der Beschaffung dar. Umso größer ist der Einfluss, den unsere MitarbeiterInnen durch aufmerksame Produktauswahl und ressourcenschonende Güteranwendung im Rahmen einer optimalen PatientInnenversorgung auf den Einkauf und die Abfallvermeidung haben.

Abfall geht uns alle an!

Durch den Verbrauch der Sachgüter ist auch die anfallende Abfallmenge hoch. Allein an der Klinik Innsbruck sind es täglich ca. 12.000 kg Abfall, die in bis zu 60 verschiedene Fraktionen getrennt werden: von Altstoffen über Bio-, Siedlungs- und medizinischen Abfall bis hin zu gefährlichen Abfällen. Dafür braucht es maßgeschneiderte Trenn- und Erfassungssysteme. Ein ausgeklügeltes Farbleitsystem und gute Handlungsanweisungen unterstützen unsere MitarbeiterInnen bei der komplexen Abfalltrennung. Eine umfassende Kontrolle durch regelmäßige Begehungen, Dokumentation und MitarbeiterInnenschulungen gehört dazu. Ein zentrales Abfall- und Gefahrgutmanagement optimiert dabei die Prozesse. Zusätzlich erfüllen standorteigene Abteilungen und spezifische Abfallwirtschaftskonzepte die gesetzlichen Vorgaben für Abfalltrennung und -logistik. Überregionale Abfalltransporte werden nach Möglichkeit mit der Bahn abgewickelt. Bei der Abfallvermeidung und -entsorgung ist uns wichtig, dass alle Berufsgruppen ihren Beitrag leisten.

Unsere Ziele

  • Einführung verpflichtender Mindeststandards zur Förderung einer ökologisch und sozial nachhaltigen Beschaffung
  • Bereichsspezifische Programme zur Abfallvermeidung und Nutzersensibilisierung

 

Abfall in Zahlen am Beispiel Papierverbrauch

  • 4.380 Tonnen Abfall/Jahr, davon 273.000 kg Papier und 283.000 kg Karton
  • Ca. ¼ der Abfallmenge als Wertstoffe getrennt entsorgt
  • 27,7 Mio. Blatt A4- und A3-Papier/Jahr
  • Energiebedarf der Papierproduktion* 1,9 Mio. kWh und 154 t CO2e
  • Einsparpotenzial durch Recycling-Standard 1,1 Mio. kWh und 41 t CO2e

Allein an der Klinik Innsbruck wurden 2018 1.335 MitarbeiterInnen geschult.

Kontakt

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, kontaktieren Sie uns bitte. Wir informieren Sie gerne über Abfallmanagement, Schulungen und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen.

Mag.a Dr.in Kornelia Giersig
Tel: +43(0) 50 504-28431
Fax: +43(0) 50 504-6728431
kornelia.giersig@tirol-kliniken.at