gut funktionieren“, hält Übungsleiter Michael Wallenta fest. Der wichtigste Hebel im Brandschutz sind aus Sicht der Sicherheitstechnik allerdings die Mitarbeiter:innen der Stationen und Ambulanzen. „Wir hatten es schon öfter, dass die Pflege als erstes mit dem Feuerlöscher zur Stelle war und das Schlimmste verhindern konnte“, erzählt Günter Pfaringer. Die Ausbildung der Mitarbeiter:innen sehen die beiden als eine der zentralen Aufgaben im Brandschutz. „Pro Jahr nehmen rund 750 Personen an unseren Löschhilfe-Schulungen teil. Zusätzlich bieten wir E-Learnings zum Thema an.“ 18500 BRANDMELDER Schulung und Aufklärung ist das eine, technische Anlagen das andere: Rund 18500 automatische Brandrauchmelder sind praktisch vollflächig am Klinikareal verteilt und alarmieren, sobald irgendwo Rauch aufsteigt. Wie Wasseradern durchziehen automatische Sprinkleranlagen die neueren Gebäude und auch hochmoderne HochdruckWassernebellöschanlagen gehören zu den technischen Brandschutzanlagen. „Was die technischen Anlagen betrifft, arbeiten wir als Abteilung hier auch sehr eng mit dem Technischen Servicezentrum zusammen“, betont Pfaringer. UNFÄLLE, SÄUREN, INFEKTIONEN Ein wichtiges Arbeitsfeld der Abteilung ist auch der Arbeitnehmer:innenschutz. Denn die Arbeit in einem Krankenhaus birgt Risiken – zum Beispiel im Umgang mit Gefahrstoffen, Infektionskrankheiten oder anderen Unfallgefahren. Hier ist die Sicherheitstechnik in Innsbruck für die mehr als 9500 Mitarbeiter:innen der tirol kliniken an allen Standorten zuständig und evaluiert und erarbeitet regelmäßig Sicherheitskonzepte. „Das ist ein sehr vernetztes Arbeiten“, betont Pfaringer. „Wir decken die technische Seite ab und arbeiten hier sehr gut mit der Arbeitsmedizin zusammen.“ Kürzlich abgeschlossen wurde die Evaluierung des Patiententransport-Services, hier standen Unfallgefahren beim Bettentransport oder auch die Infektionsgefahr beim Kontakt mit Patient:innen im Fokus. Bei der Evaluierung in den Laboren hat man sich unter anderem mit dem Umgang und der Lagerung der rund 8000 verwendeten Chemikalien und Zubereitungen auseinandergesetzt. Wie in allen Bereichen ist auch hier die Kommunikation ein zentraler Punkt: „Die Kenntnis sogenannter ‚BeinaheFehler‘ ist für uns ganz wichtig, weil dadurch herausgearbeitet werden kann, wo es Schwachstellen gibt. Dann können wir Veränderungen in Gang setzen, bevor etwas Gravierendes passiert.“ SICHERHEITSTECHNIK, BITTE KOMMEN! Tiefgarage, 15:47. Inzwischen hat sich der Rauch in der Garage verzogen. Das Licht ist wieder an und die Ventilatoren ausgeschaltet. Jetzt heißt es: Nachbesprechen und Bericht verfassen. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Geschehnissen und ein Lernen aus Fehlern ist der Grundstein für ein engmaschiges Sicherheitsnetz – nur so lassen sich Gefahrensituationen bestmöglich ausschließen, sind sich Pfaringer und Wallenta einig. Ihre Funkgeräte stecken wieder in der Ladestation und warten auf den nächsten Einsatz. Wenn es wieder heißt „Sicherheitstechnik, bitte kommen!“ ⟩⟩⟩ ZWEI VON UNS 7 Wir decken die technische Seite ab und arbeiten sehr gut mit der Arbeitsmedizin zusammen. Günter Pfaringer Evaluierung des PatiententransportServices: Hier standen Unfallgefahren beim Bettentransport oder auch die Infektionsgefahr beim Kontakt mit Patient:innen im Fokus. Stabsstelle Sicherheitstechnik: Sicherheit ist Teamarbeit.
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