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17 UNSERE GESCHICHTEN M ichael Dobner rotiert das Gelenk seiner Patientin und erklärt: „Ein gesundes Gelenk hat natürlicherweise ein gesundes Ausmaß an ‚Gelenkspiel‘, das bedeutet eine gewisse Flexibilität in alle Richtungen.“ Der erfahrene Arzt und Manualmediziner am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation an der Innsbrucker Klinik fühlt bei der Untersuchung eines Gelenks, ob Versteifungen in der Gelenkskapsel vorliegen oder auch eine Überbeweglichkeit, eine sogenannte Hypermobilität. Beides erfordert weitere Abklärungen oder Therapie. DER RICHTIGE SPIELRAUM „Ein harter, knöcherner Widerstand kann eine Folge von Arthrose sein oder von wiederholten Entzündungen eines Rheumagelenks“, erklärt der Mediziner. „Hypermobile Gelenke neigen dazu – durch Knorpelabnützung oder auch Verrenkungen – frühzeitig Schäden zu bekommen.“ Der häufigste Fall an der Innsbrucker Klinik ist aber die Behandlung von Gelenken nach Verletzungen oder einem Unfall. Nach der akuten Versorgung, wie einer Ruhigstellung oder Operation, heißt es dann in der Genesungszeit, das Gelenk mit Unterstützung von Physiotherapie wieder in Bewegung zu bringen. Verletzungen können sich aber auch langfristig auswirken, wie auch Oberarzt Alexander Keiler von der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie weiß: „Gerade nach Verletzungen entwickeln sich oft über Jahre Veränderungen im Gelenk.“ Der Fußspezialist bringt in solchen Fällen eine spezielle Therapie zum Einsatz: die Eigenbluttherapie. KÖRPEREIGENE MEDIZIN In der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie in Innsbruck ist diese Methode seit einigen Jahren fixer Bestandteil im Behandlungsspektrum bei Gelenk- und Sehnenbeschwerden. „Wir nehmen dem Patienten Blut ab und bereiten es direkt auf“, erklärt Fußspezialist Alexander Keiler. „Am Ende bleibt das plättchenreiche Plasma übrig, das wir gezielt dort injizieren, wo das Problem liegt.“ Dieses Plasma enthält Botenstoffe, die entzündungshemmend wirken und Regenerationsprozesse unterstützen können. Eingesetzt wird die Therapie Rund 140 Gelenke sorgen für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers. Verletzungen, Erkrankungen oder auch Abnützung durch Fehlbelastungen können die Gelenksfunktion einschränken und zu Schmerzen führen. HOCH³ hat nachgefragt, was das richtige Zusammenspiel der Gelenke stört, bei welchem Krankheitsbild eine Eigenbluttherapie helfen kann und worauf es in Therapie und Training ankommt. ⟩⟩⟩ GELENK SPIEL Redaktion: Teresa Lackner-Pöschl, Michaela Speckbacher | Fotos: Gerhard Berger, tirol kliniken

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