4 EINE VON UNS ALLES NUR EIN SPIEL? Die Tür geht auf, herein kommt ein kleines Mädchen mit ihrer Mutter. Emilia (Name geändert) ist seit zwei Wochen auf der Eltern-Kind-Station zur Abklärung einer Interaktionsstörung. Sie kennt das Zimmer bereits, auch Ergotherapeutin Felizitas ist ihr vertraut. Das Mädchen greift sich ein Holzpuzzle und beginnt sofort zu spielen. „Weißt du, wie das Krokodil macht? Aaar, ja, genau so. Arme auf, Arme zu. Das hast du gut gemacht. Bravo!“, lobt Felizitas die 2-Jährige. Die Therapeutin ahmt mit Bewegung und Stimme die Tiere aus dem Puzzle nach, motiviert Emilia es ihr gleichzutun und kommentiert das Geschehen mit einfachen Worten. Gemeinsam erkunden sie das TherapieSpielezimmer, einen geschützten Raum, der ganz auf Förderung ausgerichtet ist. Felizitas bleibt dabei durchgehend in direkter Interaktion mit dem Kind. Ergotherapeutin Felizitas Schneider nutzt Spiel als therapeutisches Instrument, um jungen Patient:innen in ihrer Alltagskompetenz zu unterstützen. Sie gibt einen Einblick in ihre Arbeit auf der Eltern-KindStation der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hall. Text: Sabine Monthaler-Hechenblaikner | Fotos: Gerhard Berger
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