Organisationsstruktur

Organisationsstruktur

Interne Abteilung

Das Interne Primariat verfügt über 126 Betten, die sich auf 5 Abteilungen verteilen. Jede Abteilung wird von einem Facharzt für Innere Medizin geleitet. Jedem Facharzt stehen ein in Ausbildung zur Inneren Medizin beigeordneter Assistent und ein Turnusarzt zur Seite. Alle Ärzte, Schwestern und Therapeuten sind besonders mit dem Erscheinungsbild der Krankheiten bei älteren Menschen vertraut. Neben den hausinternen Fachärzten, die rund um die Uhr Dienst versehen, machen unsere Konsiliarärzte der Fächer Orthopädie, Unfallchirurgie, Radiologie und Psychiatrie regelmäßige Visiten.

Diagnostische Einrichtungen der Internen Abteilung

Dem Haus steht ein sehr gut eingerichtetes Laboratorium, eine Videogastroskopie, Rectoskopie, ein Ultraschall- und Echocardiographiegerät, Röntgen- und Durchleuchtungseinrichtungen sowie Einrichtungen für EKG, Langzeit-EKG, Telemetrie, Ergometrie und ein Gerät zur Prüfung der Lungenfunktion zur Verfügung.

Therapeutische Einrichtungen der internen Abteilung

Das Haus bietet eine gut eingerichtete Bädertherapie mit Parafango, Paraffin, klassische Massage, Unterwassermassage, Fußreflexzonenmassage, Lymphdrainage (manuell), Kneipp-Güsse, Stangerbad, Zellenbad, Gasteinerwanne (Zusätze: Moor, Salhumin, Rosmarin-, Lavendel, Baldrian-Melisse, Balneum-Hermal, Ichtyol, Heublumen, Schwefel, Kamillosan, Fichtennadel), Rotlicht, Dezimeterwelle, Galvanischer Strom, Iontophorese (Rheumon, Voltaren, Mobilat, Indomelan, Dolo-Menthoneurin Gel, Exhirud Gel), Ultrareizstrom, Neodynator, Hochvolt, Exponentialstrom, Schnellstrom, Interferenz, TENS, mittelfrequenter Schnellstrom, Ultraschall, Phonophorese (Rheumon, Voltaren, Mobilat, Indomelan). Das Therapiebecken macht eine Unterwassertherapie besonders bei hüft- und knieoperierten Patienten und Unfallopfern in der postoperativen Phase möglich. Zudem werden manuelle Lymphdrainage und Fußreflexzonenmassagen neben Ganzkörpermassagen angeboten.
Seit kurzem steht eine Wärmekammer für rheumatische Erkrankungen mit Musik-, Licht- und Aromatherapie, Ein großer Gymnastikraum bietet die Möglichkeit für eine weitere Palette physikalischer Behandlungsmethoden unter der Aufsicht von erfahrenen Physikotherapeuten. Eine Logopädin und eine Ergotherapeutin ergänzen das Therpieteam der internistischen Abteilung.
Die Station Mitteltrakt I ist mit einem modernen Überwachungsraum mit 3 monitorisierten Betten und einem Respirator ausgestattet. Somit können insbesonders cardiologische Notfälle, die sich im Haus ereignen, rasch und sachkundig behandelt werden. Neben der breiten internistischen Ausrichtung steht ein geriatrischer Schwerpunkt mit einem Team von Ärzten, Schwestern, Physikotherapeuten und Sozialarbeiterin mit jahrzehntelanger Erfahrung dem Patienten zur Verfügung. Im Aufbau befindet sich derzeit ein weiterer internistischer Schwerpunkt, der sich auf den rheumatologischen Formenkreis unter der Leitung eines Facharztes für Rheumatologie konzentriert.

Neurologische Abteilung

Dem Primariat für Neurologie stehen derzeit 74 Betten zur Verfügung, die ausschließlich der Akutnachsorge von Patienten mit Schäden des zentralen und peripheren Nervensystems dienen. Unser neurologisches Primariat legt besonders großen Wert auf die frühzeitig gezielte Behandlung dieser Patientengruppen durch Methoden der Cognito-, Vertiko- und Physiotherapie. Die neurologische Akutnachbetreuung beinhaltet neben der Behandlung von motorischen Ausfällen inklusive extrapyramidaler und Kleinhirnstörungen die Therapie höherer und höchster Hirnleistungen.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der gezielten neurologischen Akutnachsorge ist die Vermeidung von Sekundär- und Tertiärschäden sowie Komplikationen. Als Zielgruppe für die in Hochzirl zu installierende Station sind insbesondere Patienten nach aktuellen Schädigungen des zentralen Nervensystems (Schlaganfall, Hirnverletzungen, etc.) sowie Patienten mit chronischen neurologischen Erkrankungen (Parkinson-Syndrom, Multiple Sklerose, etc.), welche eine temporäre neurologische Behandlung benötigen, anzusehen.

Diagnostische Einrichtungen der Neurologischen Abteilung

Neben den bereits erwähnten Einrichtungen der Internen Abteilung, stehen der Neurologie Geräte der Elektrophysiologie im Bereich EEG, EMG, EVP und Neurosonologie zur Verfügung.
Zur Abklärung neuropsychologischer Fragestellungen steht ein neuropsychologisches Labor mit einem speziell ausgebildeten Klinischen Psychologen (Klinischer Neuropsychologe) zur Verfügung. Im Rahmen der neuropsychologischen Diagnostik werden z. B. Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Wahrnehmung untersucht, die Implikationen für den Alltag des Patienten aufgrund der Ergebnisse abgeleitet (z. B. berufliche Wiedereingliederungsfähigkeit, häusliche Selbständigkeit, Fahreignung aus neuropsychologischer Sicht) und Informationen für die Therapieplanung/den Therapiefortschritt gewonnen. Spezielle neuropsychologische Therapiemaßnahmen ergänzen und unterstützen sonstige Rehabilitationsmaßnahmen (z. B. Alltagstraining, kognitives Funktionstraining).

Therapeutische Einrichtungen der Neurologischen Abteilung

Die an der Neurologischen Klinik tätigen Therapeuten sind in verschiedenen Rehabilitationstechniken ausgebildet: z. B. neuromotorische Techniken (Bobath, PNF, Voita), kortikale Facilitationstechniken (Perfetti, Affolter), neuroorthopädische Techniken. Die Ergo- u. logopädischen Einrichtungen betreuuen zusätzlich die Kognitotherapie, wobei zusätzlich computerisierte Therapieplätze zur Verfügung stehen.
Bei motorischen Dysfunktionen, vorwiegend bei spinaler und supraspinaler Spastizität, besteht im Rahmen der IMA (Intrathekale Medikamenten Applikation) die Möglichkeit zur Baclofenevaluierung bzw. Pumpenimplantation sowie die Behandlung von Kontrakturen und spastischer Tonuserhöhungen mittels Botulinumtoxin.
Bei Schmerzpazienten können Evaluierungen mit intrathekalen Medikamentenapplikationen durchgeführt bzw. Indikationen zur Pumpenimplantation gestellt werden. Redressierende Maßnahmen, wie Schienen, geschlossene Gipse werden zur Behandlung von Kontrakturen und Sehnenverkürzungen im Rahmen der Ergotherapie angewandt.
Bei peripheren Läsionen besteht die Möglichkeit zur FES-Behandlung (Functional Electrical Stimulation) zur Verbesserung der muskulären Kontrolle, in Einzelfällen wird diese Technik ebenfalls bei zentral-motorischen Störungen anwand.
Bei Behandlung von Störungen der Kopf- und Rumpfkontrolle sowie von cerebellären Dysfunktionen kann, bei dementsprechender Indikation, die Hippotherapie angewand werden.
Bei Patienten in Remission aus dem akuten Mittelhirnsyndrom bzw. apallischen Syndrom wird im Rahmen der Pflege, von geschulten Personal, die basale Stimulation verwendet.