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Am 17. September ist Tag der Patientensicherheit

Am 17. September ist Tag der Patientensicherheit

13.09.2020
Einrichtungen des Gesundheitswesens sind eingeladen, an diesem Tag und der Aktionswoche mit Aktivitäten auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Heuer steht der Tag unter dem Motto "Patientensicherheit und COVID-19. Mit Resilienz Krisen meistern". Damit eine sichere Patientenversorgung gewährleistet werden kann, braucht es neben MitarbeiterInnen aus den Gesundheitsberufen auch zahlreiche weitere Akteurinnen und Akteure, die Arbeitsmittel und Güter beschaffen, die für die Behandlung, Betreuung und Verpflegung der PatientInnen von zentraler Bedeutung sind.

Gerade in Krisenzeiten stellt die Versorgungssicherheit aber eine besondere Herausforderung dar. Aus diesem Grund soll im Rahmen des 6. Internationalen Tages der Patientensicherheit, stellvertretend für alle Beteiligten, aus Sicht der Abteilungen „Zentralküche“, „Einkauf“ und „Apotheke“ geschildert werden

  • wie die Versorgung mit Arbeitsmitteln/Gütern sichergestellt wird.
  • welche besonderen Herausforderungen es angesichts der Corona-Krise gegeben hat und wie diese gemeistert wurden.
  • welche Erkenntnisse und Lessons Learned aus der Krise gewonnen werden konnten.

 

Sie möchten mehr über den Internationalen Tag der Patientensicherheit und die Beteiligung der tirol kliniken erfahren?

Klicken Sie auf den folgenden Interviewbeitrag mit Mag. Dr. Herbert Rettl, MSc, LL.M., Qualitäts- und Risikomanager am LKH Hall.

 

Arzneimittelversorgung

Das Jahr 2020 ist in Bezug auf die Medikamenten- und Medizinprodukteversorgung geprägt von Produktionsausfällen und Importbeschränkungen. Gleichzeitig besteht eine erhöhte Nachfrage bei Präparaten wie Antibiotika, Anästhetika oder Impfstoffen. Um Engpässen von versorgungsrelevanten Arzneimitteln oder Medizinprodukten entgegenzuwirken, braucht es einerseits eine österreichweite transparente Abstimmung (Bund, Land). Andererseits benötigt es die Möglichkeit der Herstellung von Präparaten in der Anstaltsapotheke selbst.

Ein gutes Gesundheitssystem, welches auch in der Krise ein leistungsfähiges Arbeiten ermöglicht sowie gute Kooperationen und Zusammenarbeit zwischen Berufsgruppen, Krankenhäusern, Bund und Ländern sind in dieser Situation entscheidende Faktoren für die Versorgung. Den Produktionsstandort Europa und Österreich zu stärken sollte jedoch das oberste Ziel sein.

Sie möchten mehr über die Arzneimittelversorgung an den tirol kliniken erfahren?

Klicken Sie auf den folgenden Interviewbeitrag mit Mag.a pharm. Martina Jeske, MSc, aHPh, Leiterin der Anstaltsapotheke an der Klinik Innsbruck.

 

Speisenversorgung

In der Zentralküche des LKH Innsbruck werden täglich Lebensmittel von einem Gesamtvolumen von 3,6 Tonnen verarbeitet. Ca. 80 % davon werden regional eingekauft. Ausschließlich Lebensmittel, die nicht in der erforderlichen Menge bzw. Qualität regional oder von nationalen Handelsketten eingekauft werden können, werden aus dem Ausland bezogen (z. B. Fisch, Parmesan, Lasagneblätter).

Neben der Regionalität wird insbesondere darauf geachtet, möglichst wenig Lebensmittelabfälle zu produzieren. Nicht verwertete oder zurückgeschickte Lebensmittel werden mit Hilfe einer modernen Vakuumversorgungsanlage letztendlich in Biogas umgewandelt.

Insbesondere das Konzept der Regionalität hat sich bewährt, um Versorgungsengpässe während der Coronakrise zu vermeiden. Zusätzlich wurden vorsorglich die Vorräte im Lebensmittellager aufgestockt. Teams und Diensträder wurden etabliert, um die Speisenversorgung von PatientInnen und MitarbeiterInnen ggf. auch bei einem COVID-Fall in der Küche weiterhin aufrechtzuerhalten.

Sie möchten mehr über die Speisenversorgung und den Umgang mit übrig gebliebenen Lebensmitteln an den tirol kliniken erfahren?

Klicken Sie auf den folgenden Interviewbeitrag mit MMag. Markus Wille, Leiter der Wirtschaftsbetriebe an der Klinik Innsbruck.

 

Einkauf & Beschaffung

Der Zentraleinkauf ist das logistische Herz der tirol kliniken. Vom Kugelschreiber über die OP-Maske bis hin zur Schutzausrüstung – hier schauen die MitarbeiterInnen darauf, dass alle Materialien, die im Klinikalltag benötigt werden ausreichend auf Lager sind. Eine Herausforderung, die sich in der Coronakrise sehr schnell als enorm herausstellte.

Mit wenig Vorlaufzeit hat der Zentraleinkauf neue Aufbereitungsmethoden erarbeitet, neue Beschaffungsmärkte gefunden, als die altbewährten plötzlich nicht mehr verfügbar waren. Zusätzlich wurde ein regionales Netzwerk an Versorgungsalternativen aufgebaut. Dass so rasch reagiert werden konnte, war auch auf die große interne Unterstützung und Flexibilität seitens der Entscheidungsträger zurückzuführen.

Viele dieser Lösungsansätze wie Mehrweg statt Einweg oder regionale Lieferanten, werden auch in Zukunft beibehalten werden.

Sie möchten mehr darüber wissen, wie der Zentraleinkauf der tirol kliniken auf die Krisensituation reagiert hat und vor welchen Herausforderungen sie standen?

Klicken Sie auf den folgenden Interviewbeitrag mit Günter Staudenherz, Facheinkäufer des Zentraleinkaufs der tirol kliniken.

 

Weitere Details zum Tag der Patientensicherheit finden Sie unter https://www.plattformpatientensicherheit.at/.

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