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Innovative Behandlungsmethode bei Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Innovative Behandlungsmethode bei Karpaltunnelsyndrom (KTS)

18.09.2020
Das Karpaltunnelsyndrom ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom in den hochentwickelten Ländern: dabei kommt es zu einer Einengung und Kompression des Nervus medianus im Karpaltunnel. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer mit einem Altersgipfel zwischen 40 und 60 Jahren.

Das Karpaltunnelsyndrom macht sich meist durch Missempfindungen des Daumens, Zeigefingers, Mittelfingers sowie der Innenseite des Ringfingers bemerkbar. Diese Symptome treten zu Beginn meist in der Nacht auf. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu einem Taubheitsgefühl, Schwierigkeiten beim Greifen sowie Schmerzen, die bis in den Unterarm ausstrahlen können, welche die Betroffenen im Alltag stark beeinträchtigen. Im Anfangsstadium wird das Handgelenk mit einer Schiene ruhiggestellt, alternativ kann Kortison kurzzeitig die Symptome lindern.

Ultraschall-Bild einer KTS-Spaltung mit Darstellung der Knopfsonde (Pfeilspitzen), des Hakenmessers (große Pfeile) sowie des Hakens (kleine Pfeile)

Bleibt die konservative Therapie jedoch langfristig erfolglos, führt an einem Eingriff kein Weg vorbei. Der offen-chirurgische Eingriff gilt nach wie vor als gängige Standardmethode. Als Alternative dazu hat sich seit etwa vier Jahren eine minimal-invasive, Ultraschall-gesteuerte Methode etabliert. Diese Methode wurde von Alexander Loizides und Hannes Gruber, Oberärzte an der Innsbrucker Univ.-Klinik für Radiologie, vor einem knappen Jahr modifiziert und optimiert. Durch eine winzige Stichinzision wird in Lokalanästhesie der Karpaltunnel durch ein kleines Hakenmesser gespalten. Der Vorteil ist, dass eine Ruhigstellung des betroffenen Arms entfällt und die PatientInnen unmittelbar nach dem Eingriff mobilisierbar und belastungsfähig sind.

Der eigentliche Eingriff dauert nun nicht mehr als 15 Minuten, die PatientInnen können im Anschluss nach Hause gehen und sollen die Hand sogar normal bewegen und belasten um Verklebungen bzw. Narbenbildungen zu vermeiden. Bisher wurden ca. 70 Eingriffe dieser Art an der Innsbrucker Klinik durchgeführt. Die Zahl der Anfragen ist enorm.

PD Dr. Alexander Loizides, Dr. Sarah Honold, Dr. Elisabeth Skalla-Oberherber, PD Dr. Hannes Gruber 

 

Kontakt, Information, Termine unter: 050 504-81804

Behandelte Ärzte:

PD Dr. Hannes Gruber
PD Dr. Alexander Loizides
Dr. Elisabeth Skalla-Oberherber
Dr. Sarah Honold

Mehr Details finden Sie hier.

 

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