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Von Hall nach Olympia: Tiroler ISAG-Expert:innen erneut in Schlüsselrollen

23.01.2026
Wolfgang Schobersberger, Direktor des ISAG (Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus) der tirol kliniken, übernimmt als Vorsitzender der IOC Medical Expert Group eine führende Funktion in der medizinischen Versorgung bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo 2026, die am 6. Februar eröffnet werden. Eine weitere wichtige Funktion hat die leitende ISAG-Sportpsychologin Mirjam Wolf, die für die Betreuung des österreichischen Teams entsandt wird.

Mit der Bestellung von Wolfgang Schobersberger als Vorsitzendem der IOC Medical Expert Group vertraut das Internationale Olympische Komitee bereits zum sechsten Mal auf seine Expertise in dieser Schlüsselrolle. Schobersberger blickt auf eine jahrelange Erfahrung und enge Zusammenarbeit mit der medizinischen Kommission des IOC als Sportmediziner bei den Olympischen Winter- und Sommerspielen zurück, die ihren Ausgangspunkt bei den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 in Innsbruck nahm.

 

Wolfgang Schobersberger ist medizinischer Hauptkoordinator

Für Olympia wird stets eine externe Expert:innenkommission gebildet, die sich aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen zusammensetzt. Schobersbergers Aufgabe ist es, sich beratend und koordinierend als Schnittstelle zwischen Teamärztinnen und -ärzten aller teilnehmenden Nationen, dem medizinischen Organisationskommitte von Mailand-Cortina und den internationalen Fachverbänden einzubringen.


„Das beginnt mit der Begutachtung der medizinischen Pläne für jede Sporteinrichtung, umfasst Datenschutzrichtlinien und reicht bis zu Ablaufprozessen, wenn sich etwa eine Athletin oder ein Athlet verletzt. Diese werden alle im Vorfeld erarbeitet und von den internationalen Fachverbänden gemeinsam mit dem Veranstalter freigegeben“, gibt der Mediziner Einblick. Die Vorbereitungen laufen bereits seit eineinhalb Jahren, in denen Schobersberger alle Sportstätten besucht und sich mit den medizinischen Verantwortlichen ausgetauscht hat. Eine Herausforderung der diesjährigen Spiele sind vor allem die großen Distanzen zwischen den einzelnen Austragungsorten: „Dies erfordert, dass wir heuer eigene Cluster mit ständigen Medical Experts in Bormio und Cortina stationieren“, erklärt Schobersberger.

 

Mirjam Wolf als Sportpsychologin und Welfare Officer für das österreichische Team

In Livignio bei Bormio ist Mirjam Wolf, Leiterin der sportpsychologischen Koordinationsstelle des Landes Tirol am ISAG, als Sportpsychologin und Welfare Officer stationiert. Sie wurde vom Österreichischen Olympischen Komitee zur Betreuung der österreichischen Sportler:innen entsendet. „Eine Großveranstaltung wie Olympia ist natürlich immer eine Stresssituation. Wir arbeiten dort mit verschiedenen mentalen Tools und Techniken, um die Athletinnen und Athleten bestmöglich vorzubereiten und zu unterstützen“, erklärt Wolf, die schon öfters bei Olympischen Spielen als Sportpsychologin für das ÖOC im Einsatz war. Mit ihrer langjährigen Expertise ist sie auch Vertrauensperson und erste Ansprechperson für das gesamte Team in diversen Krisenfällen.

 

Verbindung zwischen dem ISAG und Olympia

Eine enge Verbindung besteht auch zwischen dem ISAG und den Olympischen Spielen: Rund 90 % der österreichischen Winterolympionik:innen kommen nach Hall, um ihre Sporttauglichkeit zu testen. Neben der medizinisch-ärztlichen Kooperation laufen aktuelle medizinische Forschungsprojekte mit dem IOC in Zusammenarbeit mit der UMIT Tirol. Eine Zusammenarbeit, die auch beim Land Tirol auf große Zustimmung stößt.

„Maßgeschneiderte Leistungsdiagnostik, modernste sportmedizinische Untersuchungsmethoden oder klinische Forschung – Dr. Schobersberger und das Team des ISAG haben über die Jahre ein herausragendes Knowhow im Bereich der Sportmedizin aufgebaut. Das Internationale Olympische Komitee setzt erneut auf diese Expertise und betraut ihn mit der medizinischen Leitung der Expertenkommission für die Olympischen Winterspiele. Diese Entscheidung unterstreicht die hohe Qualität und internationale Anerkennung der Tiroler Spitzenmedizin“, zeigt sich Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele zur Bestellung der beiden Tiroler Expert:innen begeistert und ergänzt: „Erst im vergangenen Jahr hat das ISAG seinen neuen Standort in Hall eröffnet. Dieser Campus für Sportmedizin deckt nicht nur den Profisport ab, sondern baut Nachwuchstalente auf und stärkt in der Zusammenarbeit mit der UMIT Tirol auch die angewandte Forschung. Im vergangenen Jahr hat das Land Tirol das Institut mit rund 240.000 Euro gefördert.“

Innsbruck, 23. Jänner 2026

 

Fotos: Tirol Kliniken/Johannes Schwamberger

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