Finanzierung des Aufenthaltes

Wie wird der Aufenthalt finanziert?

Viele Fragen betreffen die Finanzierung der Aufenthaltskosten an der Landes-Pflegeklinik Tirol. Die monatlichen Kosten für einen Pflegeplatz orientieren sich am Pflegeaufwand, der im Rahmen eines Sachverständigengutachtens in Form der Pflegegeldstufe festgestellt wird. Im Folgenden informieren wir Sie was zum Einkommen und Vermögen zählt und wie dieses bewertet wird.

Zum Einkommen zählen alle Pensionen oder Renten, Pflegegelder, sonstige regelmäßige Einkünfte (z. B. Mieteinnahmen), Ansprüche aus Übergabe- oder Ausgedingeverträgen, Leibrenten und ähnliche Leistungen. Je nach Ihrer finanziellen Situation entrichten Sie dann monatlich die Kosten für Ihren Heimplatz selbst oder erhalten eine entsprechende Förderung durch die Mindestsicherung. In diesem Bereich wird eng mit der Abteilung Soziales der Tiroler Landesregierung zusammengearbeitet. Jedenfalls bleiben aus dem Einkommen (Pension, Rente) und dem Pflegegeldbezug ausreichende Mittel zur persönlichen Verfügung.

Pensionen und Renten werden in der Regel jeweils mit 80 % des Nettobetrages zur Heimkostenbezahlung herangezogen. 20 % verbleiben zum persönlichen Gebrauch, ebenso die 13. und 14. Pensionsauszahlung. Vom Pflegegeld verbleibt ein Taschengeld in Höhe von derzeit € 44,30, sonstige Einkünfte werden zur Gänze angerechnet. Zahlungsverpflichtungen können nur insoweit anerkannt werden, als diese belegbar und nicht einstellbar sind.

Private Krankenversicherungen werden von den Sozialhilfeträgern nicht anerkannt und müssen vom Heimwerber oder seinen Angehörigen selbst bezahlt werden bzw. gekündigt werden.

Zum Vermögen gehören Sparbuchguthaben, sonstige Kontoguthaben, Bargeld, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Wertpapiere sowie Eigentumsbesitz (Wohnungen, Häuser, etc.).

Bei der Anrechnung des geldwerten Vermögens wird ein Freibetrag von € 7.000,-- gewährt (Beerdigungskosten).

Liegenschaften sind grundsätzlich zur Bezahlung der Heimkosten heranzuziehen, wobei abzuklären ist, ob ein Verkauf in Frage kommt oder ein solcher dem Heimwerber nicht zumutbar ist. Sollte ein Liegenschaftsbesitz nicht verkauft und das tatsächliche Einschreiten einer Mindestsicherung erforderlich werden, ist auf jeden Fall eine Besicherung der Mindestsicherungsforderungen im Grundbuch durchzuführen.