Forensik

In der forensischen Psychiatrie werden Patient:innen behandelt, die im Rahmen einer schweren psychischen Störung, im Zustand der Zurechnungsunfähigkeit ein Delikt begangen haben. Die Aufnahme an der Station erfolgt auf Anordnung des Landesgerichts Innsbruck.

Zielgerichtete diagnostische Instrumente und Therapiestrategien werden angewendet, um forensischen Patient:innen in ihrer Krankheitsbewältigung bestmöglich zu helfen.

Auftrag an die forensische Psychiatrie

  • Medizinisches Ziel: optimale Behandlung schwer psychisch Erkrankter
  • Juristisches Ziel: Abbau der Gefährlichkeit

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Begeht eine Person mit einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychiatrischen Störung im Zustand der Nicht Zurechnungsfähigkeit eine Straftat, die mit mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist, und besteht eine strafrechtliche Gefährlichkeit, so verhängt das Strafgericht eine vorbeugende Maßnahme auf vorerst unbestimmte Zeit nach § 21 Abs. 1 StGB. Die Behandlung während des Maßnahmenvollzuges erfolgt auf einer forensisch-psychiatrischen Station. 

Was wir anbieten

Die Therapie soll die Patient:innen befähigen, ein in der Gemeinschaft integriertes, rechtskonformes Leben zu führen. Sicherheit und Schutz der Allgemeinheit vor weiteren rechtswidrigen Taten sollen gewährleistet werden. Therapie und Unterbringung haben auch pädagogischen Erfordernissen Rechnung zu tragen und sollen, unter größtmöglicher Annäherung an allgemeine Lebensverhältnisse, die Mitarbeit und das Verantwortungsbewusstsein der Patient:innen fördern und Symptomfreiheit/-bewältigung sowie Beziehungs- und Arbeitsfähigkeit ermöglichen.

Bei der Behandlung im Maßnahmenvollzug kommen alle, auch in der Allgemeinpsychiatrie üblichen mehrdimensionalen Therapiemethoden zur Anwendung. Neben der medikamentösen Behandlung werden verschiedene Formen der Einzel- und Gruppentherapie, sowie für die Rehabilitation unentbehrliche sozialpsychiatrische Maßnahmen angewandt. Im therapeutischen Klima der Station haben die Patient:innen Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung. Damit wird eine verbesserte Selbst- und Fremdeinschätzung mit adäquatem Kommunikationsverhalten erreicht, erhöhte Frustrationstoleranz und Problemlösefähigkeit, stabiler Realitätsbezug und eine ausreichende Grundarbeitsfähigkeit.

Spezielles Therapieangebot

  • Krisenintervention und Krisenmanagement
  • Klinisch-psychologische Diagnostik
  • Psychoedukationsgruppen
  • Soziales Kompetenztraining
  • Kognitive Gruppe
  • Gruppen, die kreative Ausdrucksformen ermöglichen wie Malen, Musik, Spiele
  • Physiotherapie
  • Unterstützung der Beziehungs- und Handlungsfähigkeit
  • Betreuung in der Freizeit
  • Gerichtete therapeutische Beobachtung
  • Deliktprävention
  • Organisation einer kontinuierlichen Betreuung und Kontakt zu Nachsorgeeinrichtungen

Forensik
LageHaus 5, West
Erreichbar unterTel.: 050 504-88060
E-Mail: hall.pp.forensik@tirol-kliniken.at                                                                                                        
BesuchszeitenMontag bis Freitag: 15.30 Uhr bis 18.15 Uhr
Wochenende: 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Stationsführende
Oberärztinnen

Dr.in Beatrix Ruepp

Pflegeleitung

Irmgard Karner, DGKP


Anruf 1450

Haben Sie
Schmerzen?

Gesundheitsberatung am Telefon

Wenn Sie sich wegen Ihrer Gesundheit Sorgen machen, rufen Sie 1450 (ohne Vorwahl) an.

Eine speziell ausgebildete Pflegeperson hilft Ihnen direkt am Telefon.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von 1450

Informationen zum Wochenend- und Feiertagsbereitschaftsdienst